Birkenzucker: Zahn schonend und kalorienbewusst süßen mit natürlichem Süßungsmittel

Birkenzucker hat vor allem in den letzten Jahren unter den Namen Xylit oder Xylitol Furore gemacht. Es handelt sich um einen pflanzlichen Zuckeraustauschstoff, der sowohl in Bezug auf seine weiße Farbe als auch kristalline Struktur große Ähnlichkeit mit Haushaltszucker hat. Xylit ist ebenso süß wie Zucker, allerdings nur halb so kalorienreich. Birkenzucker wirkt sich außerdem nicht schädlich auf die Zähne aus. Damit kann Xylit oder Xylitol im Vergleich zu Zucker deutlich punkten. Anders als synthetische Süßstoffe ist Birkenzucker ein Süßungsmittel aus der Natur. In kleinen Mengen kommt die Substanz in vielen Früchten wie Erdbeeren oder Himbeeren, auch in Blumenkohl und vor allem im Holz von Birken vor. Diesem Vorkommen im Holz hat der Birkenzucker seinen Namen zu verdanken.

Warum Birkenzucker nicht gleich Birkenzucker ist

Beim Kauf von Xylit sollten Interessanten einiges beachten: Oft stammt das zuckerähnliche Süßungsmittel, das vielerorts angeboten wird, aus konventionell angebautem Mais aus China. Zwar wird behauptet, dass die Ausgangsstoffe gentechnikfrei sind, beweisen lässt sich diese Behauptung allerdings nicht. Problematisch ist auch der Bezug von Xylit, das aus gefällten Bäumen stammt. Es empfiehlt sich daher, der Herkunft von Xylitol etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Unbedenklich ist der hier erhältliche echte Birkenzucker. Er stammt aus Finnland und wird ausschließlich aus Laubholzabfällen wie Birkenrinde hergestellt. Bäume müssen dafür nicht gefällt werden.

Wie positiv sich Birkenzucker auf die Zahngesundheit auswirkt

Xylit weist einige Besonderheiten auf, was den Stoff vor allem im Hinblick auf die Kariesvorbeugung interessant macht. Zu Karies kommt es durch schädliche Bakterien auf der Zahnoberfläche. Diese Bakterien besiedeln vorwiegend den Zahnbelag und produzieren Säuren, die wiederum den Zahnschmelz angreifen und so den Zahn schädigen. Der Kariesentstehung kann vorgebeugt werden durch gründliche Reinigung der Zähne. Ist kein Zahnbelag vorhanden, können sich auch deutlich weniger Bakterien auf der Zahnoberfläche ansiedeln. Xylit kann bei der Vorbeugung von Zahnfäule ebenfalls einen Beitrag leisten.

Bereits in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wiesen Forscher nach, dass das Kariesrisiko wesentlich verringert wird, wenn anstelle von Zucker Xylit verwendet wird. Als weiterer Effekt wurde beobachtet, dass durch Xylit bzw. Birkenzucker nur halb so viel Zahnbelag entstand wie bei vergleichbarem Zuckerkonsum. Die Langzeitwirkung bei der Kariesreduktion scheint ungewöhnlich hoch zu sein. Finnische Forscher gaben Kindern täglich drei Xylit-Kaugummis. Diese Kinder hatten auch nach fünf Jahren viel weniger Karies als andere – obwohl sie Xylit nach der Studie nicht mehr regelmäßig verwendet hatten. Als Ursache für die Karies vorbeugende Wirkung von Xylit wurden harmlose Bakterien im Mund ausgemacht, die schädliche Bakterien verdrängen. Xylit ist Forschungen zufolge in der Lage, die Mineralisierung des Zahnschmelzes zu beschleunigen. Es gibt sogar Berichte, wonach bereits vorhandene Karies durch Xylit behoben wurde.

Xylit ist demnach nicht Zahn schädigend wie Zucker, sondern trägt sogar zur Zahngesundheit bei. Man kann Birkenzucker als Ersatz für herkömmliche Zahncreme ganz einfach anwenden. Dazu wird ein gestrichener Teelöffel voll Xylitol so lange im Mund bewegt, bis es sich aufgelöst hat. Danach putzt man dann wie sonst auch mit der Zahnbürste. Auch Mundspülungen mit Xylit sind sehr empfehlenswert. Für die Zahnreinigung zwischendurch reicht auch das Kauen eines Xylit-Kaugummis aus.


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